Schmuttertal High School Diedorf-0

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Insgesamt vier großvolumige aber dennoch komplexe Baukörper wurden mit südöstlicher Erschließung, kreuzförmig um einen Innenhof gruppiert. Die eingeschossige Sporthalle wurde in einem eigenen Flügel untergebracht, im zweiten Gebäudeteil befinden sich auf zwei Geschossen Aula, Mensa, Bibliothek sowie Lehrerzimmer und das Sekretariat. Die Klassenzimmer und Fachunterrichtsräume wurden schließlich auf die zwei übrigen, jeweils dreigeschossigen Trakte verteilt. Als tragende Konstruktion dienen Stahlbetonelemente während die übrigen Bauteile als reine Holzbaukonsturktionen, die Decken als Holzbetonverbunddecken ausgeführt wurden. Die Außenwände wurden als Holzrahmenkonstruktion mit gedämmter und hinterlüfteter Fassade konzipiert und in grau lasierter Holzschalung ausgeführt. Mit zunehmender Geschosszahl ließ man die Außenhülle je ein Stück weiter hervorkragen um einen verbesserten Witterungsschutz im Fassadenbereich zu erhalten. In den Unterrichtsräumen dominieren weiß lasierte Holzoberflächen, helle Böden und Glaselemente, die gemeinsam für eine hohe Ausbeute an augenfreundlichem Tageslicht sorgen. Und auch in den Grün- und Außenflächen wurde die ökologische Anmutung mit hellen Pflastersteinen, Holzelementen und einem jungen Baumbestand weitergeführt.
Wegen seiner klimaneutralen und bauphysikalischen Eigenschaften wurde der Baustoff Holz für das Vorzeigeprojekt favorisiert. Eingesetzt wurden verschiedene Holzwerkstoffe wie etwa Brettschichtholz, Konstruktionsvollholz oder Dreischichtplatten. Seine Eigenschaften als Wärmespeicher wiederum wirken sich positiv auf das Energiemanagement des Gebäudes aus. Zentraler Bestandteil des Energiekonzeptes sind neben dem klimaneutralen Baustoff Holz auch die insgesamt 1.650 Photovoltaikmodule auf flachgeneigten, asymmetrischen Satteldächern, die lediglich von schmalen Oberlichtbändern durchbrochen werden. Hierdurch wird eine jährliche Stromausbeute von rund 510 MWh erzeugt, die den Energiebedarf des Gymnasiums um etwa das Eineinhalbfache überkompensiert. Fensterelemente im Passivhausstandard, die im Fassadenbereich als durchgehende Bänder und im Bereich der Treppenhäuser als vollgeschossige Glasflächen verbaut wurden, vervollständigen die energieeffiziente Außenhülle. Planern und Architekten gelang es damit, ein Vorzeigeprojekt zu realisieren, das in künftigen Bauprojekten dieser Größe seinen Niederschlag finden dürfte.
Year 2016
Work started in 2013
Work finished in 2016
Main structure Wood
Client Landkreis Augsburg
Cost 41.2 Mio Euro
Status Completed works
Type Schools/Institutes